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Wie kann man Schmerzen lindern?

Es gibt viele nicht medikamentöse Methoden, und wer unter Schmerzen leidet, findet schnell heraus, was ihm gut tut.

Dazu gehören zum Beispiel Hausmittel wie die Wärmflasche bei Muskelverspannungen oder Krämpfen und Eispackungen bei Schwellungen oder Verstauchungen. Physiotherapie, Akupunktur, Massage, Hypnose oder Entspannungstechniken helfen manchen Schmerzpatienten, während andere durch Bewegung oder Ablenkung (Musik) Linderung erfahren.

Völlige Schmerzfreiheit kann nur erreicht werden, indem man den Schmerzauslöser beseitigt. Dies ist in vielen Fällen nicht möglich (z.B. bei Gelenkschäden, Krebs, Verletzungen), aber man kann und muss immer eine Linderung der Schmerzen herbeiführen - auch um eine Chronifizierung der Schmerzen zu verhindern. Dafür stehen eine Reihe von Medikamenten zur Auswahl.

Ziel einer medikamentösen Schmerztherapie ist es, die Weiterleitung des Signals von den Schmerzrezeptoren bis zum Gehirn, wo das Empfinden Schmerz erzeugt wird, zu unterbrechen. Das kann auf verschiedenen Ebenen erreicht werden. Auf alle Fälle sollte man sich an die vom Arzt empfohlene Dosierung und den Zeitplan der Einnahme halten, um eine optimale Schmerzstillung zu erreichen und Nebenwirkungen zu vermeiden.

Paracetamol und Nicht-steroidale-Antirheumatika (NSARs) wirken gegen Schmerzen und Fieber; NSARs wirken zusätzlich auch gegen Entzündungen und werden darum bei entzündlichen Prozessen und bei Verletzungen angewendet; zu ihnen gehören auch die COX-2-Hemmer.

Trizyklische Antidepressiva und Venlafaxine, wirken nicht nur antidepressiv, sondern sind explizit Schmerztherapeutika, die besonders bei der Behandlung chronischer Schmerzen induziert sind.

Opiate sind zur Behandlung von Schmerzen nach Operationen oder bei sehr starken Schmerzen (z. B. Krebs) geeignet. Leider haftet den Opiaten noch immer das Stigma einer "Droge" an, obwohl das Abhängigkeitspotential bei einem kontrollierten Einsatz gegen Schmerzen verschwindend gering ist. Opiate können die Lebensqualität eines Schmerzleidenden ganz erheblich steigern und sollten keinem Patienten aus falsch verstandener Vorsicht vorenthalten werden.