Warum haben wir Schmerzen?
Der Schmerz ist ein lebensnotwendiges, wichtiges Warnsignal. Letztendlich sind Schmerzen der wichtigste Grund, einen Arzt aufzusuchen.
Schmerz warnt bei Verletzungen und bewirkt in Sekundenbruchteilen äusserst rasche Reaktionen, um uns vor weiteren Schäden zu bewahren. Jeder kennt den blitzschnellen Reflex, wenn man sich an einer heissen Herdplatte zu verbrennen droht. Bei Verletzungen wie z. B. einem Knöchelbruch, hindert uns der Schmerz daran, das verletzte Gelenk zu belasten bevor es wieder einigermassen funktionstüchtig ist.
Im Gegensatz zu diesen akuten Schmerzen stehen die chronischen Schmerzen. Sie dauern über lange Zeiträume (länger als drei Monate) an und können viele Ursachen haben. Auch chronische Schmerzen sind häufig Warnsignale für organische Erkrankungen oder deren Begleiterscheinung, wie z. B. bei Krebsschmerzen. Niemand muss sich aber mit seinen chronischen Schmerzen einfach abfinden, denn auch sie sind behandelbar.
Es gibt aber auch chronische Schmerzen, die sich sozusagen "verselbständigen". Dann wird der Schmerz an sich zur Krankheit, sogar wenn der ursprüngliche Auslöser gar nicht mehr existiert. So können schlecht oder nicht behandelte akute Schmerzen langfristig zu chronischen Schmerzen werden. Darum ist es wichtig, Schmerzen zu behandeln und nicht aus falsch verstandener Tapferkeit zu lange die Zähne zusammen zu beissen. Reden Sie mit Ihrem Arzt und wenden Sie sich gegebenenfalls an einen Schmerztherapeuten.