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Machen Opiate süchtig?

Der Körper produziert selbst Substanzen zur Schmerzlinderung, die Endorphine. Diese wirken hemmend auf die Weiterleitung der Schmerzsignale an das Gehirn. Das Gehirn erhält weniger Schmerzreize und das Schmerzempfinden wird herabsetzt.

Opiate sind den Endorphinen verwandte Stoffe, die wie die körpereigenen Substanzen eine Schmerzlinderung bewirken. Richtig angewandt und dosiert ist das Suchtpotential von Opiaten sehr gering. Es gibt schnell und kurz wirkende Opiate für "Schmerzschübe" und solche, die langfristig und dauerhaft einen konstanten chronischen Schmerz wirksam lindern. Für die Behandlung chronischer Schmerzen sind besonders Opiate in Form von Tabletten, Tropfen oder Pflastern geeignet. Sie können die Lebensqualität von Schmerzpatienten wesentlich steigern.

Viele Patienten haben Angst, mit der Einnahme von Opiaten zu früh zu beginnen und rasch einen Zustand zu erreichen, bei dem selbst hohe Dosen keinen Effekt mehr haben könnten. Die Strategie, Opiate als "allerletztes Mittel" aufzusparen, ist nicht sinnvoll. Es bringt nichts, einem Schmerzleidenden Opiate möglichst lange vorzuenthalten. Damit verusacht man nur unnötiges Leiden! Bei fachgerechter Anwendung ist die Angst unbegründet, an eine Grenze zu stossen, in der selbst Opiate nicht mehr helfen.